Ära Goldschlüsselrennen

Unsere Geschichte


Erika Netzer


Die Ära der Goldschlüsselrennen (1963 – 1983)
Anfang der 1960er Jahre machten es sich die Funktionäre des SC Montafon zum Ziel, regelmäßig internationale Rennen im Montafon durchzuführen. Die Pläne konnten erfolgreich umgesetzt werden und so wurden 1963 erstmals die Montafoner Goldschlüsselrennen veranstaltet.

Zielgelände beim Goldschlüsselrennen 1963


Von nun an kam es alle zwei Jahre zu einem Kräftemessen der Elite des alpinen Damenskizirkus im Montafon (zuerst auf Grabs, später am Hochjoch und schließlich auf Golm). 1963 gab es durch Erika Netzer aus St. Gallenkirch den ersten und zugleich letzten Montafoner Heimsieg.

Annemarie Moser-Pröll in jungen Jahren im Montafon


In den späteren Jahren trugen sich so prominente Namen wie Annemarie Moser-Pröll (Österreich), Rosi Mittermaier (Deutschland) und Hanni Wenzel (Liechtenstein) gleich mehrfach in die Siegerlisten ein.

Aus heimischer Sicht konnte Ingrid Gfölner aus Vandans einen zweiten und einen dritten Platz erringen.

 

Montafoner Weltcuplogo


Diese Rennen waren für die Wintersportregion Montafon von höchstem Werbewert.

Zeitungsartikel zum Eklat von 1983

1983 sollte es jedoch zu einem handfesten Skandal mit weit reichenden Folgen kommen. In jenem Jahr spielte das Wetter verrückt und am Tag des Abfahrtslaufs waren die Berge nach einer Nacht mit massiven Schneefällen bis ins Tal herunter wolkenverhangen. Dies hatte zur Folge, dass sich nur die Teams von Österreich und Liechtenstein am Start einfanden, während alle anderen bereits abgereist waren. Fernsehbilder bewiesen, dass das Rennen bei besten Bedingungen, ja sogar bei Sonnenschein, stattfinden hätte können.
Der Ärger und vor allem auch der finanzielle Schaden dieser eigenmächtigen Rennabsage der Trainer waren sehr groß. So entschieden sich die Verantwortlichen aus Politik und Fremdenverkehr trotz massiver Proteste des Skiclubs dazu, keine Damen-Weltcuprennen mehr zu veranstalten. Die große Ära der Montafoner Goldschlüsselrennen ging somit bedauerlicherweise zu Ende.

Text und Bildmaterial zusammengestellt durch Mag. Andreas Brugger aus Tschagguns.
Für vertiefende Informationen siehe: Brugger Andreas: Vom Pioniergeist zum Massensport. 100 Jahre Skisport im Montafon. Schruns 2006 (Sonderband 3 der Montafoner Schriftenreihe).

Ära Goldschlüsselrennen

Unsere Geschichte


Erika Netzer

Die Ära der Goldschlüsselrennen (1963 – 1983)
Anfang der 1960er Jahre machten es sich die Funktionäre des SC Montafon zum Ziel, regelmäßig internationale Rennen im Montafon durchzuführen. Die Pläne konnten erfolgreich umgesetzt werden und so wurden 1963 erstmals die Montafoner Goldschlüsselrennen veranstaltet.

 

Zielgelände beim Goldschlüsselrennen 1963

Von nun an kam es alle zwei Jahre zu einem Kräftemessen der Elite des alpinen Damenskizirkus im Montafon (zuerst auf Grabs, später am Hochjoch und schließlich auf Golm). 1963 gab es durch Erika Netzer aus St. Gallenkirch den ersten und zugleich letzten Montafoner Heimsieg.

 

Annemarie Moser-Pröll in jungen Jahren im Montafon

In den späteren Jahren trugen sich so prominente Namen wie Annemarie Moser-Pröll (Österreich), Rosi Mittermaier (Deutschland) und Hanni Wenzel (Liechtenstein) gleich mehrfach in die Siegerlisten ein.

Aus heimischer Sicht konnte Ingrid Gfölner aus Vandans einen zweiten und einen dritten Platz erringen.

 

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Diese Rennen waren für die Wintersportregion Montafon von höchstem Werbewert.

 

Zeitungsartikel zum Eklat von 1983

1983 sollte es jedoch zu einem handfesten Skandal mit weit reichenden Folgen kommen. In jenem Jahr spielte das Wetter verrückt und am Tag des Abfahrtslaufs waren die Berge nach einer Nacht mit massiven Schneefällen bis ins Tal herunter wolkenverhangen. Dies hatte zur Folge, dass sich nur die Teams von Österreich und Liechtenstein am Start einfanden, während alle anderen bereits abgereist waren. Fernsehbilder bewiesen, dass das Rennen bei besten Bedingungen, ja sogar bei Sonnenschein, stattfinden hätte können.
Der Ärger und vor allem auch der finanzielle Schaden dieser eigenmächtigen Rennabsage der Trainer waren sehr groß. So entschieden sich die Verantwortlichen aus Politik und Fremdenverkehr trotz massiver Proteste des Skiclubs dazu, keine Damen-Weltcuprennen mehr zu veranstalten. Die große Ära der Montafoner Goldschlüsselrennen ging somit bedauerlicherweise zu Ende.

Text und Bildmaterial zusammengestellt durch Mag. Andreas Brugger aus Tschagguns.
Für vertiefende Informationen siehe: Brugger Andreas: Vom Pioniergeist zum Massensport. 100 Jahre Skisport im Montafon. Schruns 2006 (Sonderband 3 der Montafoner Schriftenreihe).

Skiclub Montafon

Thomas Amann
Untere Bündtastrasse 9
6773 Vandans

+43 664 2530450
office@scmontafon.at

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